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Mönchsbüffel im August 2009


Johannes berichtet im Folgenden:


Eine der zwei Highlines, die mir mit Sicherheit mein ganzes Leben lang in Erinnerung bleiben wird, möchte ich euch nicht vorenthalten:

Im August 2009 verbrachte ich zusammen mit Bernhard Witz und Roland Schlott zwei Wochen im Berner Hochland. Ziel der Reise war eine Highline am Mönchsbüffel und mehrere Highlines in der Eiger-Nordwand.

Der Mönchsbüffel ist ein relativ unbekannter Berg oberhalb des Lauterbrunnentals.

Mit 2080 Metern Höhe ist der Mönchsbüffel geradezu winzig im Vergleich zum Eiger, allerdings deutlich anstrengender, was den Zustieg betrifft. Etwa vier Stunden mit 35 kg Rucksäcken auf dem Rücken wanderten wir erst grüne Serpentinen, dann karge, von reißenden Flüssen durchzogene Felslandschaften hinauf zum Mönchstuhl-Biwak. Die Berglandschaft dort, die Sonnenuntergänge, die Gletscher, die nachts orangefarbig glühen, die Eislawinen, die man nachts hört und der lange gefährliche Weg vom Biwak zu unserer Highline waren schlussendlich der Grund, warum ich jetzt immer noch in die Berge fahre und nach ähnlichem suche. Der Urknall sozusagen!

Die Highline, die wir dort einbohrten und aufbauten, konnte keiner von uns laufen. Damals waren 50 Meter bei einer solchen Ausgesetztheit und dem damit verbundenen Aufwand des Aufbauens für uns zu viel.

Für mich war diese Zeit sehr intensiv. Sechzehn war ich damals. Jeden Tag hatte ich Angst, dass dies mein letzter sein würde! Oft konnte mich nur noch Bernhard davon abhalten, abzubrechen. Jetzt im Nachhinein bin ich froh, damals das Risiko getragen zu haben, diese Zeit dort war eine meiner schönsten… 

Ein Jahr später gelingt Bernhard Witz und seinem Team die erfolgreiche Begehung der Highline, sie bohrten auch gleich eine 70 Meter lange Highline daneben ein. 

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